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Seit 2004 wird in dem Hilchenbacher Stadtteil Hadem der alte Dreschschuppen bei "Johanns" als Museum genutzt. Alte, noch fahrbereite Maschinen und Ackergeräte unserer Vorfahren befinden sich in den Unterständen des Schuppens. Im Dachgeschoss befindet sich eine historisch eingerichtete Küche sowie die Gute Stube aus Uromas Zeiten. Außerdem stehen dort eine Sammlung milchwirtschaftlicher Gerätschaften wie Zentrifugen, Kannen, Buttermaschinen und vieles andere mehr.


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Das Museum

Landwirtschaftsmuseum

Das Kleine Museum in Hilchenbach-Hadem

Löffelschnitzen

 
 
Hauptsächlich arbeiteten Löffelschnitzer im Winter, das Handwerk erlernten sie innerhalb der Familie. In den Familien schnitzten hauptsächlich die Männer die Löffel und Frauen und Kinder polierten sie. Eine Familie produzierte an einem zwölfstündigen Arbeitstag bis zu 50 Exemplare. Das Stammholz wurde mit einer Baumsäge auf die notwendige Länge der Löffel geschnitten, auf dem Hauklotz wurden die Rohlinge entsprechend dem Faserverlauf abgespalten. Mittels einer Schablone übertrug der Schnitzer die Form des Löffels auf den Rohling, die Schablonen fertigte er aus dünnen Brettchen selbst an. Die Höhlung des Löffels entstand mit Hilfe des Kippdings, die weitere Form wurde mit einem Messer geschnitzt.

Bei der Arbeit saß der Handwerker vor dem Hauklotz auf einem Schemel, der Klotz war etwas höher als die Knie. Mit einem vorgeschnallten Brustleder klemmte er das Werkstück zwischen Brust und Hauklotz fest, die Knie schützte er mit einem Knielumpen aus Stoffresten vor Verletzungen. Nachdem der Löffel seine grobe Form erhalten hatte, kam ein Schrappmesser zum Einsatz um die Schnitzspuren zu beseitigen

(Quelle: Wikipedia)

 

 

Das Nachbardorf Helberhausen wurde berühmt durch das Löffelschnitzen.

Nach Angaben Johann Heinrich Jung-Stilling's entstand gegen Ende des 17. Jahrhunderts das Helberhäuser Löffelschnitzergewerbe. Aus einem  anfänglichen Zeitvertreib beim Viehhüten entwickelte sich bald ein gewinnträchtiges Handwerk, da gut geschnitzte Löffel sehr begehrt waren. Kölner Handelshäuser exportierten die Produkte (Löffel, Schüsseln und andere  hölzerne Haushaltsgegenstände) über Holland nach West-Indien.

Ein Schnitzer fertigte täglich ein Schock Löffel (= 60 Stück). Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Jahresproduktion auf 1.000.000 Löffel mit einem Wert von 8.000 Gulden geschätzt. Der Ertrag des Gewerbes ging jedoch bald wieder zurück. Ahornholz wurde knapp und es wurde das minderwertige Birkenholz als Rohmaterial eingesetzt. Dazu nahmen irdene und metallene Haushaltsgegenstände zu. Letztlich gab es Konkurrenz aus dem Winterberger, Briloner und Berleburger Raum.

Im Jahr 1858 war die Zahl der Löffelmacher auf 14 gesunken, noch 1819 verdienten sich von den 370 Helberhäuser Einwohnern 80 ihren Lebensunterhalt durch das Löffelschnitzen. Nach 1920 wurde das Gewerbe nur noch von ganz wenigen als Hobby ausgeführt.

(Quelle: www.ahlering.de)

 

 

 
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